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Eco - Hotel: nachhaltiger Gewerbebau

 

Nutzung: Hotel, Dienstleistung und Gewerbe m²

Projektentwicklung 2013/14

Planung: Shakti Haus, Dipl. Ing. S. Körner & Dipl. Ing. T. Schäberle

Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen: Holzmassivkonstruktion, Bambustragwerk, Strohballendämmung, Lehmputz, Stampflehmbau

Innovatives Energiekonzept: Eisspeicher, partielle ETFE-Membranüberdachung mit Wärmerückgewinnung, Membran mit PV-Modulen

Energiestandard: Plusenergie

Urban Farming u. Permakultur: nachhaltiger Gemüse/Obstanbau

Zertifizierte schadstofffreie, allergikergerechte Bauweise

 

Eco - Hotel: nachhaltiger Gewerbebau

 

Kurzfristige Gewinnmaximierung führt im Gewerbebau noch immer dazu, dass sich die Nachhaltigkeit der Gebäude vorwiegend auf den vorgeschriebenen Mindestenergiestandard beschränkt. Die verwendeten Baumaterialien sind in erster Linie Stahl, Beton und erdölbasierte Produkte wie Styropor und PU-Schaum. Weniger als 1% aller Gewerbebauten in Deutschland werden z.B. in Holzbauweise errichtet.

Nachhaltiges Bauen im Gewerbebau fordert aber vor allem die Verwendung nachhaltiger Materialien, nachhaltiger Energiekonzepte und nachhaltiger Entsorgungs- und Recyclingkonzepte. Wir haben diesen Prototyp "Eco -Hotel" entwickelt, der ein nachhaltiges und ganzheitliches Bau, Energie und Wirtschaftskonzept realisiert.

 

Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen:

Das "Eco-Hotel" ist in Holzmassivbauweise geplant. Mit dieser leichten und extrem stabilen und erdbebensicheren Konstruktion kann auf Kunststoffolien verzichtet werden. Das Holz wirkt positiv und feuchtigkeitsausgleichend auf das Raumklima. Die Dämmung besteht aus Strohballen, die den geringsten Primärenergiebedarf aller Dämmstoffe in der Herstellung benötigen. Alle Wandflächen werden mit Lehm und Kalk verputzt. Der zentrale Atriumraum wird von einer filigranen neuartigen Bambuskonstruktion überspannt.

 

Energiestandard:

Geplant ist die Umsetzung des Plusenergiekonzeptes für das Eco-Hotel, d.h. es wird mehr Energie durch das Gebäude erzeugt als verbraucht. Mittels Eisspeicher lässt sich die im Sommer gewonnene Wärme effizient auf niedrigem Temperaturniveau speichern. Dies reduziert die Heizkosten um bis zu 50%, die Kosten für Kühlung um bis zu 90%. Für Heizen und Kühlen fallen keine CO2-Emissionen an.

 

Urban Farming:

Urban Farming (städtisches Gärtnern) ist nicht neu. Schon in den 70er Jahren entstanden die ersten kollektiven Gemüsegärten mitten in New York. Angesichts steigender Rohölpreise und globaler Klimaerwärmung ist das Konzept jedoch in den letzten Jahren hochaktuell geworden und es hat sich eine weltweite Bewegung daraus entwickelt, die in vielen Städten Pionierprojekte gegründet hat. Weltweit wird ein bedeutender Teil der Umweltbelastungen durch die Ernährung verursacht. Die Landwirtschaft hat einen Anteil von 13,5% am Gesamtausstoß von Treibhausgasen. Ein großer Anteil entfällt auf den Transport der Nahrungsmittel.

Die im "Eco-Hotel" geplanten Flächen für Urban Farming ermöglichen Energieeinsparungen in den folgenden Bereichen: Reduzierung von CO2 durch lokalen Anbau von Obst und Gemüse und Fischzucht (Aquaponic System); direkte Verwendung der Ereugnisse in der Hotelgastronomie; Nutzung der Abwärme aus den Gewächshausbereichen; multifunktionale Nutzung der grünen Zonen für Erholung und Gastronomie.